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Willkommen in der Welt - Bienvenidos al mundo - welcome to the world...

Initiative Lieferkettengesetz: für Menschenrechte und Umweltstandarts der Lieferketten der Unternehmen

Bischöfe und Kardinale aus aller Welt fordern Staaten dazu auf, die Ausbeutung von Arbeitern durch Unternehmen zu verhindern und Lieferkettengesetze einzuführen, die die Menschenrechte und den Umweltschutz wahren. Auch der Bischof Dr. Stephan Ackermann hat die Erklärung unterzeichnet. Den Artikel "Über 100 Bischöfe fordern: Ausbeutung durch Unternehmen stoppen" finden Sie hier.

Auch Einzelpersonen können die Bundesregierung auffordern, einen gesetzlichen Rahmen für die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards in der gesamten Lieferkette der Unternehmen zu schaffen. Auf der Homepage des Hilfswerkes Misereor finden Sie weiterführende Informationen zu der Initiative und die Möglichkeit die Petition zu unterschreitben. Wir laden Sie herzlich dazu ein:

Petition Lieferkettengesetz

Appell von Umweltverbänden, Gewerkschaften, Eine-Welt-Initiativen: Kein Steuergeld zur Bewältigung der Corona-Krise ohne Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit!

In einem gemeinsamen Appell fordern über 40 Verbände und Organisationen der demokratischen Zivilgesellschaft das Land Rheinland-Pfalz zum Handeln auf – für einen wirksamen Klimaschutz, eine ökologische Verkehrs- und Ernährungswende, den Schutz der Biodiversität und eine zukunftssichere, sozial und global gerechte Arbeitswelt und Wirtschaftsweise. Unter den erstunterzeichnenden Verbänden und Einzelpersonen sind die Landesverbände des DGB, des BUND, das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz ELAN und die Diözesanstelle Weltkirche sowie zahlreiche kirchliche, Eine-Welt- und Future-Gruppen.
Der sogenannte Mainzer Appell kann hier eingesehen und heruntergeladen werden.

Ziele der Initiatoren und Zeichner des Appells sind: die Schaffung von Strukturen zum Schutz der globalen Lebensgrundlagen und die Stärkung der Zivilgesellschaft, des Gemeinwohls und der Demokratie. Sie fordern tiefgreifende ökosoziale Maßnahmen, insbesondere bei der Verwendung staatlicher Stützungs- und Konjunkturprogramme im Zuge der Bewältigung der Belastungen aus der Coronakrise und angesichts der globalen Herausforderungen die Anstrengungen für soziale Gerechtigkeit und Beteiligung weltweit zu stärken.

Die weltweiten Krisen zeigen, wie stark unser Leben global zusammenhängt. Darum muss die Sorge um den Planet Erde, die Sorge um das gemeinsame Haus, wie es Papst Franziskus sagt, ein roter Faden in den Anstrengungen nach der Corona-Krise sein. Das Bekenntnis zu den Klimaschutzzielen und die globale Mitverantwortung für faire und gerechte Arbeit in der Prüfung von Lieferketten sind dazu wichtige Beiträge. Partnerschaften und Zusammenarbeit mit Ländern des Südens müssen in dieser Orientierung gestärkt werden.

Weitere Informationen bei Ludwig Kuhn, Diözesanstelle Weltkirche, Tel: 0651-7105-396, E-Mail: ludwig.kuhn(at)bgv-trier.de

"Selig, die Frieden stiften - Ost und West in gemeinsamer Verantwortung "

Renovabis-Pfingstaktion 2020

„Selig, die Frieden stiften“ – unter diesem Leitwort steht die Renovabis-Aktion 2020.

Erstmalig gibt es in diesem Jahr mit der Ukraine ein Partnerland, dessen Konfliktsituation im Osten des Landes und die Folgen für die Flüchtlinge, Familien und die ganze Gesellschaft dargestellt werden.

Hier finden Sie ausführliche Informationen und die Aktionsanregung, mit der Renovabis-Friedenswanderkerze eine Solidaritäts- und Gebetskette in der Gemeinde zu initiieren.

Die Kollekte in allen Pfarreien an Pfingsten ist für die Solidaritätsarbeit von Renovabis bestimmt.
Die diesjährige Kampagne ist Teil der Jahresaktion „Frieden leben“ der kirchlichen Hilfswerke und Diözesanstellen Weltkirche.

 

Die Corona-Pandemie stellt Partner weltweit vor große Herausforderungen

Caritas international hat einen Hilfsfonds eingerichtet und ruft zur Unterstützung auf

Gerade in Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas mit ohnehin unzureichender Lebensmittelversorgung und mangelnden Hygienevorrichtungen wird sich die Lage verschärfen. Besonders betroffen sind Menschen auf der Flucht.

Corona-Hilfe der Bolivienpartnerschaft

Mit den Partnern in allen Landesteilen Boliviens werden Initiativen für die hart von der Corona-Pandemie betroffenen Menschen in Bolivien umgesetzt. Schutzausrüstung für medizinisches Personal wird dringend benötigt. Familien, die in der Quarantäne kein Einkommen mehr haben sind auf die Solidarität in den Pfarreien und Stadtteilen angewiesen. Die medizinische Versorgung ist eine enorme Herausforderung.

Trierer Seelsorger und Seelsorgerinnen berichten von der Situation und dem Engagement an ihren Einsatzstellen weltweit

Südafrika – Pfr. Stephan Hippler
Kolumbien – Gemeindereferentin Ursula Holzapfel
Bolivien – Pfarrer Konrad Lisowski

 

Internationale Freiwillige starten ihren Dienst im Bistum Trier

Trier – Für 12 junge Leute aus fünf verschiedenen Ländern beginnt ein spannendes Jahr: Sie absolvieren ein freiwilliges soziales Jahr in Einrichtungen des Bistums Trier. Begleitet werden sie dabei von den Sozialen Friedensdiensten im Ausland (SoFiA) im Bistum Trier. Die jungen Männer und Frauen aus Ruanda, der Ukraine, Bolivien, Burkina Faso und Rumänien werden unter anderem in einem Seniorenzentrum, Werkstätten für behinderte Menschen, in jugendpastoralen Einrichtungen oder in einer integrativen Kindertagesstätte arbeiten.

Informationen zu den Aufgaben und Einsatzstellen finden Sie hier oder auf den Seiten von SoFiA.

Ältestenrat des Landtags von Rheinland-Pfalz besucht Burkina Faso

Nachbarn in der einen Welt

Ouagadougou – Das westafrikanische Burkina-Faso ist Ziel einer Reise des Ältestenrats des rheinland-pfälzischen Landtags gewesen. Mit dabei war auch Ludwig Kuhn, Leiter der Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Trier. Der Ältestenrat besuchte unter anderem mehrere kirchliche Projekte in dem Land, das zu den ärmsten der Welt gehört.

Mehr Selbstbewusstsein für Frauen

Im Rahmen seiner Informationsfahrt nach Westafrika hat der Ältestenrat des rheinland-pfälzischen Landtags in Burkina Faso auch verschiedene kirchliche Projekte besucht. Ein Ziel war das Dorf Tambolo, das 120 km südlich von Ouagadougou liegt. Dort hat der Misereor-Partner PASMEP (Plate-forme d’Actions à la Sécurisation de Ménages Pastoraux) vor wenigen Jahren begonnen, Frauen beim Aufbau einer Minimolkerei zu fördern.

Die Minimolkerei wurde bei der Eröffnung der Misereor-Fastenaktion 2017 in Trier bei verschiedenen Veranstaltungen von den Projektverantwortlichen Fatimata Diallo und René Millogo anschaulich vorgestellt. Bei einem Besuch der Landtagsdelegation in der vergangenen Woche berichteten die Frauen vor Ort, was diese Initiative in der Dorfgemeinschaft verändert hat. Mit dem Erlös des Verkaufs von Milch und Joghurt in der 10 km entfernten Stadt Po können die beteiligten Frauen eigene Einnahmen erwirtschaften. Der Joghurt ist inzwischen bekannt und so kommen sogar Leute aus dem nahegelegenen Ghana, um ihn zu kaufen. Die Einkünfte setzen die Frauen für ihre Familie, besonders ihre Kinder ein. Sie können sie nun regelmäßig zum Schulunterricht schicken. Gingen vor dem Start des Projekts gerade 6 Kinder zur Grundschule sind es heute über 50. Und die Frauen selbst haben mit der Genossenschaft den entscheidenden Impuls erhalten, Lesen und Schreiben zu lernen und entsprechend selbstbewusst in der Dorfgemeinschaft wie gegenüber den Autoritäten aufzutreten. Dies haben die 14 Mitglieder des Ältestenrates des Landtags Rheinland-Pfalz und Innenminister Roger Lewentz bei ihrem Besuch in Tambolo eindrucksvoll erleben können. Ludwig Kuhn von der Diözesanstelle Weltkirche hatte den Besuch dieses Projekts von Frauen der besonders von der Vieh- und Wanderweidewirtschaft lebenden Volksgruppe der Peulh angeregt. Begleitet wurde die Gruppe auch von Faustin Adeye, dem Regionalbeauftragten von Misereor für Niger, Mali und Burkina Faso.

Besuch in einem der Flüchtlingslager

Für den Besuch in Ouagadougou war es Kardinal Phillipe Quédraogo, dem Erzbischof der Erzdiözese Ouagadougou, der seit kurzem Präsident der gesamtafrikanischen Bischofskonferenz ist, ein besonderes Anliegen, dass die Delegation auch Frauen und ihre Kinder in einem der Lager für Binnenflüchtlinge besucht. Kardinal Philippe Quédraogo selbst hat die Delegation um Landtagspräsident Henrik Hering in ein Lager am Rand von Ouagadougou geführt, in dem sich eine Mitarbeiterin der Erzdiözese um die Familien kümmert. Über 300.000 Menschen, vor allem Frauen und Kinder, sind nach Anschlägen und Bedrohungen durch islamistische Terroristen im Norden Burkina Fasos geflohen, oft ganze Dorfgemeinschaften. Ein Anschlag, der inzwischen christliche wie muslimische Gebetsstätten und Schulen trifft, schürt die Angst, selbst Opfer zu werden, und löst so den Wegzug aus. Familien, nicht selten ganze Dorfgemeinschaft verlassen ihre Siedlungen im Norden des Landes, um in den Städten im Zentrum Aufnahme zu finden. Auslöser kann auch sein, so haben Partner berichtet, dass Islamisten mit ihren Waffen in eine Schule kommen und dem Lehrer ankündigen, wenn er am nächsten Tag nicht weg sei, würden sie ihn töten. So ist zuerst die Schule verwaist und später suchen auch die Dorfbewohner den Schutz für Ihre Kinder, indem sie in den Süden ziehen. So werden die Anstrengungen um die Verbesserung von Bildung als Grundlage von Zukunftsentwicklung bewusst zunichte gemacht.
Die Menschen in den von der Stadt, der Erzdiözese oder Familien angeboten Flüchtlingslagern sind auf das Nötigste angewiesen: Reis für das tägliche Essen, Kleidung, neue Wasserstellen und Brunnen, Schulklassen für ihre Kinder. Seit Herbst 2019 ist die Anzahl der Binnenflüchtlinge von ca. 250.000 Flüchtlingen auf ca 600.000 angestiegen. Für die Versorgung hat die internationale Gemeinschaft, wie auch die Bundesregierung Finanzmittel zur Verfügung gestellt, die durch die nationale Caritas mit Projektanträgen abgerufen werden können.
Das Engagement von Kardinal Quédraogo hat sehr beeindruckt. Es sei ein Zeugnis, so Landtagspräsident Hering, auf das man gerade in Zeiten schwieriger Kirchenerfahrungen stolz sein könne.

Das Anliegen der Reise der Abgeordneten war, so Landtagspräsident Hering, zu lernen. Eine gute Entwicklung in Europa weiterzuführen, könne nur gelingen, wenn auch eine gute Entwicklung für die Menschen in Afrika geschehe. Afrika und Europa seien in der Einen Welt Nachbarn. Wie diese Nachbarschaft zu einer guten Entwicklung beitragen könne, sei eine Aufgabe, die Verstehen und Begegnung sowie grundlegend ein gemeinsames Lernen als Basis brauche.

Weltkirchlich lernen und kooperieren

Die Diözesanstelle Weltkirche ist die Fachstelle für weltkirchliches Lernen und weltkirchliche Kooperation des Bistums Trier. Die Diözesanstelle Weltkirche sorgt mit dafür, dass weltkirchliche Mitverantwortung als eine Querschnittsaufgabe in den verschiedenen Lebens- und Verantwortungsbereichen der Trierer Ortskirche wahrgenommen wird. Sie unterstützt lokale Initiativen der Eine-Welt-Arbeit, des missionarischen Engagements und weltkirchlicher Partnerschaft in der Diözese; sie berät und fördert Verantwortliche auf Pfarrei-, Dekanats- und Bistumsebene und trägt Sorge für die Umsetzung der Aufgaben und Verpflichtungen des Bistums Trier in und für die Weltkirche. Einen besonderen Stellenwert hat dabei die Weiterentwicklung der Partnerschaft des Bistums Trier mit der Kirche Boliviens.

Die Diözesanstelle Weltkirche arbeitet mit den katholischen Hilfswerken zusammen und repräsentiert diese in der Diözese Trier.