• Jahrestagung Weltkirche und Mission mahnt besseren Schutz der Religionsfreiheit an

    Rund 140 Vertreter der weltkirchlichen Arbeit in Deutschland und Gäste aus Indien, Pakistan, Kirgistan und der Arabischen Halbinsel haben sich auf der diesjährigen Jahrestagung Weltkirche und Mission, die vom 4. bis 6. Juni 2018 in Würzburg stattgefunden hat, für einen engagierteren Schutz der Religionsfreiheit in allen Teilen der Welt ausgesprochen. Wie Ludwig Kuhn, Leiter der Diözesanstelle Weltkirche und Mitglied des Präsidiums der Tagung erklärte, stehe dahinter die Sorge um bedrängte religiöse Minderheiten, zu denen in einigen Staaten auch viele Christen zählen. Kirchenvertreter aus Indien, Pakistan, Saudi-Arabien und Bahrein hatten über die Situation in ihren Ländern berichtet und machten deutlich, welchen Herausforderungen die Glaubensgemeinschaften gegenüberstehen.

    In einer gemeinsam verabschiedeten Erklärung zur Religionsfreiheit heißt es: „Wir müssen feststellen, dass die rechtlichen Instrumente zum Schutz der Religionsfreiheit nicht ausreichen, um dieses Menschenrecht umfassend abzusichern. Deshalb drängen wir auch in unserer Gesellschaft und in unserer Kirche darauf, für das Recht auf Religionsfreiheit im nationalen und internationalen Dialog mit mehr Nachdruck einzutreten, nicht zuletzt bei den Vereinten Nationen.“

    Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, machte in seiner Eröffnungsrede deutlich, dass die Kirche als Anwalt derer fungiere, die unter religiöser Diskriminierung und Bedrängung leiden. Dazu gehörten weltweit in großer Zahl Christen, aber auch viele Gläubige anderer Religionen. „Das Recht auf Religionsfreiheit als ein Menschenrecht ist von zentraler Bedeutung. Aber der universale Geltungsanspruch dieses Menschenrechts wird in vielen Teilen der Welt in Frage gestellt, uminterpretiert und ausgehöhlt, so dass die Schutzinstrumente, die im Rahmen der Vereinten Nationen entwickelt wurden, sich oft als unzureichend erweisen. Es liegt an uns Christen, allen Menschen zu helfen, die ihren Glauben, ihre Weltanschauung nicht frei leben können. Ihr Leid lässt uns nicht unberührt! Wir beten für diese Menschen und wir bringen uns ein, ohne dabei die eine Religion über die andere zu stellen.“

    Sebastian Francis Shaw OFM, Erzbischof von Lahore, lenkte den Blick der Konferenzteilnehmer auf die Situation religiöser Minderheiten in Pakistan. Statt 25 Prozent zum Zeitpunkt der Staatsgründung im Jahre 1947 gehörten heute weniger als fünf Prozent der pakistanischen Bevölkerung anderen Religionen als dem Islam an. Das Engagement zur Durchsetzung der Religionsfreiheit sei dort deshalb von existentieller Bedeutung.

    Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, bis 2016 UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, sieht die Anerkennung der Religionsfreiheit als Menschenrecht auf mehreren Ebenen bedroht: „Zum einen gibt es zahlreiche konkrete Verletzungen der Religionsfreiheit, unter denen vor allem Minderheiten, Dissidenten, Konvertiten oder Angehörige angeblich ‚landesfremder‘ Religionsgemeinschaften leiden. Zum anderen sehen wir aber auch Bedrohungen auf einer Grundsatzebene – etwa, wenn autoritäre Staaten die Religionsfreiheit zu einer Art ‚Ehrschutz‘ bestimmter Religionen ummünzen und auf diese Weise ihren freiheitsrechtlichen Kern verdunkeln.“ Dabei stellte er klar: Nicht die Religion als solche sei das zu schützende Objekt, sondern jeder einzelne Mensch, der frei seinen Glauben und seine Weltanschauung wählen und leben können müsse.

    Hintergrund

    Veranstalter der Jahrestagung ist die „Konferenz Weltkirche“, in der die Deutsche Bischofskonferenz, die deutschen (Erz-)Bistümer, die Hilfswerke, die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK), die Verbände, das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und andere weltkirchlich tätige Einrichtungen zusammenarbeiten.

    Die Abschlusserklärung zur Religionsfreiheit ist als pdf-Datei verfügbar.

  • Gründung des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit

    Diözesanstelle Weltkirche ist beteiligt

    Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland haben ein Ökumenisches Netzwerk Klimagerechtigkeit gegründet. Ziel ist es, das kirchliche Engagement für Klimagerechtigkeit in Politik und Gesellschaft zu stärken. Bei der Vorbereitung und Gründung am 18. April in Münster war die Diözesanstelle Weltkirche beteiligt. Das Netzwerk knüpft an die starke ökumenische Kooperation an, die den Ökumenischen Pilgerweg „Geht doch!“ 2015 zum UN-Klimagipfel in Paris geprägt hat.

    Träger des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit sind die Beauftragten für den kirchlichen Entwicklungsdienst, die evangelische und katholische Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten, die Konferenz der Diözesanverantwortlichen Weltkirche, die katholischen Werke Misereor, Adveniat, Renovabis, Missio Aachen und München, Caritas International und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt, die evangelischen Landeskirchen und Missionswerke, katholischen Orden sowie das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD),

    Als wichtige gesellschaftspolitische Akteure sollen beide Kirchen Verantwortung für die Zukunft der Erde wahrnehmen, heißt es in der Medienmitteilung. Das Ökumenische Netzwerk wird den Austausch und die Intensivierung des Engagements für Klimagerechtigkeit in den Kirchen stärken. In diesem Jahr wird der Klimapilgerweg unterstützt. Er soll ab dem 9. September von Bonn über Düsseldorf, Hannover, Dresden und Cottbus nach Berlin und weiter zu der UN-Klimaverhandlung nach Katowice in Polen führt. Dort wird vom 3. bis 14. Dezember in der 24. UN-Klimakonferenz über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens von 2015 verhandelt. In der Diözesanstelle Weltkirche ist Ludwig Kuhn Ansprechpartner. Weitere Informationen finden Sie hier

  • Ludwig Kuhn im Vorstand des Entwicklungspolitischen Landesnetzwerks RLP

    Trier/Mainz. „Die Anerkennung von Vielfalt statt Toleranz sollte Ziel entwicklungspolitischer Bildungsarbeit sein“, so Paola Fabbri Lipsch vom Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Sie referierte auf der ELAN-Fachtagung zu Toleranz und Vielfalt am 10. Juni in Trier. Im Vorfeld tagte die ELAN-Mitgliederversammlung am 9. Juni 2017. Sie entlastete den Vorstand und dankte den Vorstandsmitgliedern und der Geschäftsstelle für die zweijährige erfolgreiche Arbeit.

    Neben Dr. Florian Pfeil von der Fridtjof-Nansen-Akademie in Ingelheim, der in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt wurde, wählte die Versammlung weitere sieben Personen in den Vorstand. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Helmut Törner-Roos vom Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau gewählt. Das Amt des Schatzmeisters übernahm erneut Achim Dührkoop vom Gemeindedienst Mission und Ökumene Mittelrhein-Lahn. Als Beisitzer*innen gewählt wurden Luzeyi Kuelusukina vom Lisungi-Gesundheitsförderverein Kongo in Mainz, Ludwig Kuhn von der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier, Gaspard Ngarambe vom Verein Rediscovering Rwanda in Mainz und Dr. Hartmut Heidenreich, Puente Andino Alemán PANAL in Zornheim. Neu in den Vorstand gewählt wurde Cordula Hamburger von der Initiativgruppe Eine Welt Speyer.

    Die ELAN Mitgliederversammlung begrüßte das von Bund und Land aufgelegte Eine-Welt-Promotor*innenprogramm. Die Promotor*innen unterstützen und fördern landesweit die entwicklungspolitische Arbeit von vielen Initiativen, Gruppen, Projekten und Vereinen. Die Expert*innen stärken und entfalten damit vielfältiges ehrenamtliches, entwicklungspolitisches Engagement. Die ELAN Mitgliederversammlung appellierte an die politisch Verantwortlichen im Land und Bund, dieses wichtige Programm auch über 2018 hinaus langfristig zu fördern. „Entwicklungspolitisches Engagement braucht qualifizierte Beratung, Förderung und Begleitung, “ da ist sich Hans Wax vom Eine Weltladen am 50° Breitengrad in Wittlich sicher.

    Weitere Informationen bei:

    Barbara Mittler
    Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz
    mittler(at)elan-rlp.de

    Oder
    Ludwig Kuhn
    Diözesanstelle Weltkirche Trier
    ludwig.kuhn(at)bgv-trier.de

  • Sonntag der Weltmission 2018

  • Bolivien-Partnerschaftswoche 2018

    Am 30. September 2018  startete die diesjährige Bolivien-Partnerschaftswoche. In Anlehnung an die Enzyklika Laudato Si' von Papst Franziskus legte sie mit dem Leitwort Lebensgut Wasser: schützen - ernten - teilen!den Fokus auf die Bewahrung der Schöpfung als gemeinsame Aufgabe aller Menschen, insbesondere den Zugang zu "sicherem Trinkwasser" für alle Menschen. Nähere Informationen finden Sie hier.

  • 13 Pfarreien feiern 2018 ein „Faires Pfarrfest“

    Viele Menschen auf dieser Erde arbeiten zu geringsten Löhnen und unter gesundheitsschädlichen Bedingungen. Darunter leidet auch unsere Natur. Ein Pfarrfest mit fairen und regionalen Produkten zu veranstalten, ist eine Möglichkeit, Flagge zu zeigen für weltweite Mitverantwortung und für den Schutz der Schöpfung. Bereits 13 Pfarreien haben in diesem Jahr die Anregung der Diözesanstelle Weltkirche erstmalig aufgegriffen und haben die Auszeichnung der Aktion „Faires Pfarrfest – wir feiern fair“ erhalten. Weiter...