Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies (kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner abgelegt werden). Zur Reichweitenmessung der Seiten nutzen wir eine anonymisierte Statistik, die keine personenbezogenen Rückschlüsse auf Sie zulässt. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

·        WORT GOTTES

Ein zentraler Bestandteil ist die gemeinschaftliche Auseinandersetzung mit dem Wort Gottes. Es ist eine Liturgie der Gegenwart Jesu im Wort (Christuszentriert), die Gemeinschaft schafft (Gemeinschaftsorientiert). Konstitutives Element der Auseinandersetzung mit dem Wort Gottes ist die Frage nach dem Handlungsimpuls. Die Feier spornt auf besondere Weise zur sozial-caritativen Arbeit vor Ort an. Die Handlungsimpulse und Entscheidungen werden im Konsens getroffen.

 

·        PARTIZIPATION

Die Haltung einer aktiven Beteiligung und Ermöglichung gründet in dem Bewusstsein der Taufe. Da jedem/r Getauften die Offenbarung des Geistes geschenkt wird [1] und somit jede/r ein Teil der Kirche ist, wird eine möglichst hohe Beteiligung angestrebt. Die Teilhabe legt eine deutlich synodale Gestalt der Kirche nahe und zeigt sich in der Bildung von kleinen Gemeinschaften/Gruppen (=Kirche vor Ort). [2] Sie organisieren und verantworten sich selbst. [3]

 

·        LOKAL UND KIRCHLICH

Die Gläubigen bilden Gemeinschaften in ihren Lebens- und Sozialräumen, die vor Ort Kirche realisieren. In ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit leben sie aus der Eucharistie der Gemeinde und sind durch sie und durch den Anschluss an den lokalen kirchlichen Strukturen mit der Weltkirche verbunden.

 

·        ERMÖGLICHENDE LEITUNG

Ermöglichende Leitung orientiert sich an der Identität aller als Getaufte und Gefirmte und macht die Wertschätzung des gemeinsamen Priestertums sichtbar. [4] Die ermöglichende Leitung weckt und fördert Teilhabe und Teilgabe. Sie ist ihren Wesen nach dienend, motivierend, befähigend und nichtdominierend. Sie wird auf allen Ebenen angestrebt.

 

·        VERBUNDEN

Durch netzwerkartige Kooperation entwickelt sich die Vision der Gemeinschaft von Gemeinschaften auf dem Territorium der Pfarrei der Zukunft und im Kontext der Diözese auf die Weltkirche hin. Man lernt voneinander sowie miteinander und unterstützt sich gegenseitig. Vernetzung, ja Verbundenheit mit der bisher am Projekt beteiligten Pfarreien, interessierten pastoralen Mitarbeitern bis hin zu den weltkirchlichen Partnern wird gefördert.

 


[1] Vgl. 1 Kor 12,7.

[2] Vgl. Hennecke, Christian; Viecens, Gabriele „Der Kirchenkurs. Wege zu einer kirche der Beteiligung“, Würzburg 2016, S. 33.

[3] „Heraus gerufen. Schritte in die Zukunft wagen.“ Abschlussdokument der Synode im Bistum Trier, Punkt 4.2 „Vielfalt als Geschenk Gottes annehmen“ in Abschnitt „Neu handeln.“, S.28.

Im Projekt wird Drei-S-Prinzip angestrebt: Selbst-Leitung, Selbst-Evangelisierung, Selbst-Verwaltung (Vgl. self-governing, self-reproducing, self-financing). Diese Selbstverantwortung steht dem Prinzip der Kirchlichkeit nicht entgegen, sondern zielt auf die Ernstnahme der Taufwürde, inklusive Haltung und Übernahme der Verantwortung für christliches Leben im Alltag. Nichtvorhandensein einer des S-Prinzips zeigt die Notwendigkeit der Weiterentwicklung.

[4] Vgl. „Heraus gerufen. Schritte in die Zukunft wagen.“ Abschlussdokument der Synode im Bistum Trier, Punkt 4.5 „Verantwortung teilen“ in Abschnitt „Neu handeln S. 33.