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Aktionszelt der DWK während der Heilig-Rock-Tage

ABSAGE der Veranstaltungen

Mit Blick auf die Ausbreitung des Corona-Virus sind alle öffentlichen Veranstaltungen des Bistums Trier bis mindestens Ende April abgesagt - inklusive der Heilig-Rock-Tage 2020.

 

Zu unserem großen Bedauern muss daher auch unser Aktionszelt entfallen.

Über Schritte des Bistums Trier zur Eindämmung des Corona-Virus können Sie sich hier informieren.

Aktionszelt während der Heilig-Rock-Tage 2020

Frieden leben. Partner für die eine Welt.

Im Jahr 2020 feiert die Bolivienpartnerschaft ihr 60-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird es ein Aktionszelt auf dem Hauptmarkt geben, in dem aktuelle Themen und Vorhaben der Partnerschaft vorgestellt werden.

Gleichzeitig steht das Aktionszelt unter dem gemeinsamen Jahresthema "Frieden". Vertreter*innen der kirchlichen Hilfswerke werden vor Ort sein und über die diesjährigen Kampagnen und Anliegen informieren.

Die kirchlichen Hilfswerke vor Ort

24. - 27. April 2020Renovabis & missio
28. - 30. April 2020Kindermissionswerk / Sternsinger
29. April 2020Caritas international
1. - 3. Mai 2020Misereor & Adveniat

Workshops am Tag des ehrenamtlichen Engagements am 26. April 2020

Die Folgen der Kriegssituationen in der Ukraine für die Menschen, der Missbrauch von Religion für Konflikte zwischen Volksgruppen in Nordafrika und die Aufgabe eines ebenbürtigen Miteinanders und des schützenden Umgangs mit den Naturräumen in Bolivien werden in den weltkirchlichen Kampagnen dieses Jahres aufgegriffen.
Fachleute und Gäste aus der Weltkirche werden in Workshops die Herausforderungen und Handlungswege aufzeigen.

 

Die Workshops im Einzelnen

  • Frieden suchen – angesichts der Konflikte im Osten der Ukraine!

    Die Konfliktsituation im Osten des Landes sind den Menschen überall präsent: Geflüchtete Familien, verwundete oder traumatisierte Soldaten, die Trauer um Opfer, die Fragen nach der Zukunft in Europa. Bischof Bohdan Dzyurakh wird vom Engagement der gr.-kath. Kirche berichten und die Herausforderungen vorstellen, denen sich Gemeinden, die Caritas wie die Bischofssynode stellen.

    Bischöfl. Generalvikariat, Raum E204, 14:00h

  • Selig, die Frieden stiften!

    Renovabis, die Solidaritätsaktion für die Menschen in Osteuropa greift die Hoffnungen auf Frieden am Beispiel der Ukraine auf. Mitarbeiter von Renovabis berichten über Initiativen der dortigen Partner, die Folgen des Krieges zu lindern und Perspektiven für eine solidarische und freie Gesellschaft zu unterstützen. Materialien und Aktionen der bevorstehenden Renovabis-Pfingstaktion werden vorgestellt.

    Bischöfl. Generalvikariat, Raum E204, 15:15h

  • Interreligiöser Dialog als Wegbereiter für Frieden und Versöhnung

    „Der interreligiöse Dialog ist keine Frage des Wollens, sondern eine Notwendigkeit“ sagt Erzbischof Ludwig Schick, Vorsitzender der Kommission Weltkirche und Migration der Deutschen Bischofskonferenz. Aber unter welchen Voraussetzungen ist Interreligiöser Dialog möglich? Wo gibt es Chancen und Grenzen?

    Der Workshop schlägt außerdem eine Brücke zur Thematik der im Oktober stattfindenden missio-Kampagne: interreligiöser Dialog zur Friedenskonsolidierung in Westafrika, am Beispiel Nigerias.

    Bischöfl. Generalvikariat, Raum F205, 14:00h

  • Bolivianische Musik und Tänze mit der Gruppe "Kantu"

    In diesem Workshop können Sie traditionelle bolivianische Musik erleben und einen einfachen Tanz erlernen. Der Workshop wird von der bolivianischen Gruppe „Kantu“ gestaltet. Der Workshop steht unter dem Zeichen des 60-jährigen Partnerschaftsjubiläums.

    Laurentiussaal der Pfarrei Liebfrauen, 14:00h

  • "Miteinander lernen – gemeinsam handeln“

    Die Partnerschaft zwischen den Kirchen von Trier und Bolivien besteht seit 60 Jahren. Aus Anlass des Jubiläums sind verschiedene Aktionen und Veranstaltungen geplant. Wir informieren über aktuelle Themenschwerpunkte der Partnerschaft und über anstehende Aktionen im Jubiläumsjahr. Erzbischof Edmundo Abastoflor aus La Paz wird an dem Gespräch teilnehmen.

    Laurentiussaal der Pfarrei Liebfrauen, 15:15h

Ausstellungen während der Heilig-Rock-Tage

Buy an Icon - save a life!

Die Ausstellung zeigt Ikonen, entstanden auf Brettern alter Munitionskisten aus dem Osten der Ukraine. Die Munitionskisten als Symbol für Gewalt und Tod werden bedeckt von der Ikone als Zeichen des Lebens und des Friedens.

Die Ikonen stehen zum Verkauf. Der Erlös geht an Krankenhäuser in der Ostukraine und kommt so den Opfern des Konflikts zugute.

Anschauen können Sie die Ausstellung während der Heilig-Rock-Tage vom 24. April - 3. Mai unterhalb der Heilig-Rock-Kapelle im Trierer Dom.

Humanitäres Abkommen im Chocó - Jetzt!

Seit über 50 Jahren herrscht in Kolumbien der sogenannte „Bewaffnete Konflikt“. Verschiedene linksgerichtete Guerillagruppen kämpfen gegen die Regierung und rechtsgerichtete Paramilitärs. Der Konflikt kostete bisher über 200.000 Menschen das Leben.

Am 24. November 2016 wurde zwischen der kolumbianischen Regierung und der größten Guerillaorganisation – den FARC – nach vier Jahre dauernden Verhandlungen ein historischer Friedensvertrag geschlossen. Das wurde vielerorts als das Ende des Konflikts gefeiert. Doch der Friede ist brüchig: da die staatlichen Sicherheitskräfte das Vakuum vor Ort nicht gefüllt haben, ist der Einfluss von mafiösen und paramilitärischen Gruppen angewachsen, einige Akteure der FARC bewaffnen sich wieder und mit einigen der kleineren Guerillagruppen ist immer noch kein Friedensvertrag in Sicht.

Besonders betroffen vom Konflikt sind die indigenen und afroamerikanischen Bevölkerungsgruppen in den ländlichen Regionen wie dem Departamento Chocó an der Pazifikküste. Hier sind verstärkt bewaffnete Gruppen unterwegs, die Drogenhandel und illegalen Bergbau betreiben, Minderjährige als Kämpfer zwangsrekrutieren und die Zivilbevölkerung drangsalieren.

Die Diözese Quibdó setzt sich für die Betroffenen des Konfliktes ein und unterstützt sowohl die Aufarbeitung der Gewaltgeschichte als auch die Forderungen der Menschen nach einem baldigen Ende der Konflikte. Schon seit Beginn der Friedensverhandlungen drängten die Basisorganisationen der indigenen und afroamerikanischen Gemeinden auf ein „Humanitäres Abkommen im Chocó – Jetzt!“ und legten diesen Aufruf allen Konfliktparteien vor, ohne bis heute eine Antwort erhalten zu haben.

Zur „Feria alternativa, justa y solidaria“ im September 2019, der Verkaufsausstellung von Frauengruppen, die sich als Flüchtlinge in der Stadt Quibdo zusammengetan haben und mit ihrem Kunsthandwerk zum Lebensunterhalt beitragen, einer alternativen, fairen und solidarischen Verkaufsmesse – haben die Frauen mit einem Künstler Tücher über ihre Realität gestaltet. Indem sie das „Humanitäre Abkommen im Chocó – Jetzt!“ Punkt für Punkt aufgreifen, zeigen die Motive konkrete Forderungen der Frauen wie z.B. die nach einem Waffenstillstandsabkommen, Verbot von Landminen, einem Ende der Gewalt gegen Frauen und Kinder etc. Einige der Bilder beschäftigen sich auch mit der Zukunft und der Vision eines zukünftigen Friedens.

Ergänzt wird die Ausstellung um Videos mehrerer Frauen, die ihre Lebensrealitäten schildern und ihre Forderung nach Frieden ausdrücken.

Die 16-teilige Ausstellung wird vom 21. April – 12. Mai zu den Heilig-Rock-Tagen 2020 im im Saal der Dominformation und im Aktionszelt der Heilig-Rock-Tage auf dem Hauptmarkt zu sehen sein.