Adveniat-Weihnachtsaktion 2018

Chancen geben - Jugend will Verantwortung

Die Adveniat-Weihnachtsaktion steht in diesem Jahr unter dem Motto „Chancen geben – Jugend will Verantwortung“; sie liegt sozusagen auf einer Linie zwischen der Jugendsynode, die im Oktober in Rom stattgefunden hat, und dem Weltjugendtag im Januar 2019 in Panamá.

Die Weihnachtsaktion nimmt den Wunsch junger Menschen nach Verantwortung ernst; zudem nimmt sie verstärkt auch die Bedeutung von Bildung und Unabhängigkeit von Frauen in den Blick. Die Weihnachtsaktion stellt Projekte vor, die Berufsperspektiven schaffen, soziale Werte fördern und die indigene – also kulturell andere – Herkunft junger Menschen schätzen. Diese und ähnlich Projekte versuchen, den Kreislauf der Gewalt und Perspektivlosigkeit zu durchbrechen; sie geben Zeugnis dafür, wie junge Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen.

Adveniat-Gäste im Bistum Trier 2018

Wenn Sie Interesse an einer Veranstaltung mit den Adveniat-Gästen oder weitere Fragen zur Weihnachtsaktion haben, wenden Sie sich bitte an Regina Schömig-Schmitz, Tel: 0651/7105-395.

  • Adveniat: Hintergrund

    Die Bischöfliche Aktion Adveniat ist das Lateinamerika-Hilfswerk der Katholiken in Deutschland. Mit den Spenden aus Deutschland unterstützt das Hilfswerk die Kirche in Lateinamerika in ihrem Einsatz für die Armen, Benachteiligten und Minderheiten. Adveniat bietet für verschiedene Zielgruppen in Gemeinde, Schulen und anderen Einrichtungen Materialien und Arbeitshilfen an, die zur Gestaltung der Adveniat-Aktion vor Ort und für thematische Initiativen genutzt werden können.

    Weihnachtskollekte für Lateinamerika

    Schlusspunkt der Adveniat-Aktion ist die traditionelle Weihnachtskollekte für ganz Lateinamerika und die Karibik. Sie findet am 24. und 25. Dezember in allen katholischen Gemeinden Deutschlands statt. Adveniat freut sich auf Ihre Spende auf das Spendenkonto:

    IBAN:
    DE03 3606 0295 0000 0173 45

    SWIFT-BIC-Code:
    GENODED1BBE

    Interessierte Gemeinden, Gruppen und Einrichtungen, die eine Aktion zu Lateinamerika gestalten möchten können sich mit Ludwig Kuhn in der Diözesanstelle Weltkirche in Verbindung setzen. Tel. 0651-7105-396 oder ludwig.kuhn(at)bgv-trier.de.

  • Weihnachtsaktion 2017 - Faire Arbeit. Würde. Helfen.

    2017 hat Adveniat das Thema Würde der Arbeit in den Fokus der Weihnachtsaktion gerückt. Sie hat Formen von guter und menschenwürdiger Arbeit der Menschen in Lateinamerika in den Mittelpunkt genommen, stellte die Verbindung von Arbeit und Menschenrechten heraus und richtete ihren Blick gemäß der Option für die Armen vor allem auf die Ausgeschlossen und Randständigen – im Themenfeld Arbeit sind dies vor allem junge Menschen, Frauen, Menschen ohne Ausbildung, Migranten und indigene Völker.

    Das Jahresthema soll auf ungerechnete Strukturen in der Gesellschaft hinweisen und die pastorale Arbeit der Kirche mit den Menschen in den Beispielländern Mexiko, El Salvador, Venezuela, Peru und Brasilien vorstellen.

    Im Dezember werden Adveniat-Projektpartner aus den Beispielländern in Deutschland zu Gast sein und von ihren Erfahrungen und ihrer Arbeit berichten. Im Bistum Trier war Manuel Morán aus El Salvador vom 15.-19. Dezember zu Gast:

    Manuel Morán - Berufsberater für Mara-Aussteiger

    Adveniat-Gast Manuel Morán Foto: Jürgen Escher

    Die Jugend in El Salvador hat keine Perspektiven. Viele sehen in gewalttätigen Jugendbanden, den sogenannten Maras, den einzigen Ausweg. Mit seinem Stipendien-Projekt „Promuevo Sonrisas para el futuro“ (Lächeln für die Zukunft fördern), das vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützt wird, zeigt Manuel Morán den Jugendlichen eine gewaltfreie Alternative zur weitverbreiteten Gewalt.

    Der Caritas-Direktor der Diözese Santa Ana, die vier der gewalttätigsten Gemeinden El Salvadors umfasst, betreut in seinem Stipendien-Programm insgesamt 300 Jugendliche. Alle stammen aus einem „gefährdeten Umfeld“. Sie haben Gewalt zuhause kennengelernt, dealten mit Drogen, haben Mara-Mitglieder in der Familie oder waren selbst aktiv wie Ovidio. Der 24-jährige Ex-Mara ist heute Vater einer Tochter, arbeitet als Schuster und studiert sogar. Dabei gilt ein Ausstieg in Mara-Kreisen als unmöglich. Mitglieder landen entweder im Gefängnis oder im Grab. Ovidio nicht. Denn Manuel Morán hält seine schützende Hand über ihn – und die der katholischen Kirche. Sie ist die Institution, die in den Reihen der Maras noch Respekt genießt. Staat und Gesellschaft haben versagt.

    Manuel Morán im Gespräch mit Jugendlichen.

    Manuel Morán im Gespräch mit Jugendlichen. Foto: Jürgen Escher

    Für eine bessere Zukunft

    Aus dem jungen Vater Ovidio und den anderen Jugendlichen wieder einen Teil der Gesellschaft zu machen, das ist Moráns Aufgabe – seine „Mission“. Mit seiner Frau Maria hat er sich bemüht, den beiden Söhnen ein gutes Zuhause zu bieten. José und Luís gehen auf eine Agrarschule, lernen den nachhaltigen Anbau von Mais oder das umweltschonende Düngen.

    Welche Perspektiven Bildung und Arbeitsmöglichkeiten bieten, hat Morán in seiner Kindheit selbst erlebt. Als eines von neun Geschwistern und Sohn von Landwirten musste er bei der Feldarbeit helfen, die Schulausbildung galt als zweitrangig. Dennoch überzeugte er durch gute Noten, erhielt Stipendien und konnte sich in Spanien, Israel und Mexiko fortbilden. „Ich habe viele Menschen kennengelernt, die dafür kämpfen, dass sich die Welt ändert. Ihr Vorbild treibt mich an, für eine bessere Zukunft einzustehen.“

  • Adveniat-Aktion 2016 - Schützt unser gemeinsames Haus!

    Schützt unser gemeinsames Haus! –

    „Bedrohte Schöpfung – bedrohte Völker“

    Mit dem Motto „Schützt unser gemeinsames Haus“ der Weihnachtsaktion greift Adveniat den Impuls der Sozial- und Umweltenzyklika Laudato si  von Papst Franziskus auf. Adveniat stellt den Amazonasraum mit seiner überreichen und gleichzeitig bedrohten Natur und besonders die Menschen – die vielen indigenen Völker – in seiner Weihnachtsaktion in den Mittelpunkt. Ihr Lebensraum und ihre Zukunft sind durch Megaprojekte wie den Bau von riesigen Staudämmen, illegalen Abbau von Bodenschätzen und Abholzung stark gefährdet. Die Kirche im Amazonasraum sieht dieser Entwicklung nicht tatenlos zu und setzt sich für die Menschen, für ihre Rechte und die Erhaltung der Natur ein. Anhand der Arbeit von Adveniat-Partnern in Ecuador, Peru und Brasilien, zeigt Adveniat, wie konkret die Partner als Umwelt- und „Schöpfungsschützer“ vor Ort fördern und befähigen.

    Die diesjährige Eröffnung der Adveniat-Aktion wird im Erzbistum München-Freising stattfinden. In Verbindung mit der dortigen Bistumspartnerschaft mit der Kirche in Ecuador werden die Anliegen und Initiativen der Adveniat-Aktion 2016 ins Blickfeld gerückt.

    Unsere Partner in Deutschland (Link setzen ?)
    Gemeinsam mit dem Kolpingwerk Deutschland setzt sich Adveniat dieses Jahr besonders für die Menschen im Amazonasgebiet sowie ihren Lebensraum ein. Im Kolpingwerk Deutschland engagieren sich Menschen aller Altersgruppen für junge Menschen, eine faire Arbeitswelt, Familienpastoral und den Aufbau einer gerechten Welt.

  • Adveniat-Aktion 2015 - Frieden jetzt!

    Adveniat Aktion 2015 – Frieden jetzt !

    Die Adveniat Aktion 2015 greift mit dem Leitwort - Frieden jetzt !  „das Werk der Gerechtigkeit ist der Friede“ (Jes 32,17) die Problematik von Gewalt auf, die in den Ländern Lateinamerikas in vielen Formen im gesellschaftluichen wie familiären Leben präsent ist.

    Gewalt - erfahrungen oder die Angst vor Gewalt sind weit verbreitet! Gewalt kommt in verschiedensten Facetten vor: eine wachsende Kriminalität aufgrund sozialer Probleme und Ungerechtigkeit, die Brutalität der Banden, die mit Drogen handeln, Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen und die Aktivitäten von bewaffneter Guerilla. Dies schafft ein Klima der Angst, der Einschüchterung und hat verheerende Auswirkungen auf das Zusammenleben von Menschen und Organisationen in den Städten und Dörfern.

    Die kirchliche Friedens- und Menschenrechtsarbeit in Lateinamerika greift die Option für die Armen auf und stellt sich bewusst und eindeutig auf die Seite der Opfer von Ungerechtigkeit und Gewalt. Zugleich ermöglicht, unterstützt und begleitet sie Prozesse der Versöhnung, der sozialen und strukturellen Umwandlung und des Aufbaus einer friedvollen und gerechten Gesellschaft. Mit der Jahresaktion 2015 möchte Adveniat die Friedensarbeit der Kirche in Lateinamerika vorstellen und zu solidarischer Unterstützung einladen.

    Adveniat-Gast 2015: Padre Rafael Castillo

    Padre Rafael Castillo koordiniert die kleinen christlichen Gemeinschaften in der Erzdiözese Cartagena. Mehr als 5.000 Menschen sind in rund 50 Gemeinden in dem Küstenbistum im Norden Kolumbiens in den Kleinen christlichen Gemeinschaften (KCG) zusammengeschlossen – eine Bewegung, die bereits in den 1980er Jahren begann.

    Die KCG sehen sich als Motoren der kirchlichen Entwicklung an der Basis. Grundlage dafür sind die Bibelarbeit und die Analyse der Realität in den Gemeinden. „In den kleinen christlichen Gemeinden werden andere Werte gelebt, wir versuchen, einen Gegenentwurf zur Gewaltsituation zu schaffen“, sagt P. Rafael. Für den Diözesanpriester sind die kleinen christlichen Gemeinschaften daher Botschafter des Friedens, der im Kleinen beginnen müsse.

  • Adveniat-Aktion 2014 - Ich will Zukunft!

    Adveniat-Aktion 2014 - Ich will Zukunft!

    Unter dem Bibelwort aus dem Korintherbrief „Gegenwart und Zukunft: alles gehört euch“
    (1 Kor 3,22) stellt Adveniat das Thema Jugend in den Mittelpunkt der Jahresaktion 2014. Heranwachsende und Jugendliche bilden die große Mehrheit der Bevölkerung in Lateinamerika und der Karibik. Armut, soziale Ungleichheit, Bildungsungerechtigkeit, hohe Jugendarbeitslosigkeit, gesellschaftliche Ausgrenzung oder Gewalt gehören für viele Jugendliche zum Alltag und verhindern faire Chancen für ihre Zukunft. Aus der „vorrangigen Option für die Jugend“ heraus stellen sich viele pastoralen und sozialen Aktivitäten der Kirche Lateinamerikas sich auf die Seite der Jugendlichen.  Mit dem Materialangebot möchte Adveniat einladen, sich vor Ort in den Gemeinden mit dem Thema der Jahresaktion auseinander zu setzen und vor allem die Jahresaktion bekannt zu machen. Die Materialien können auf der Homepage von Adveniat bestellt werden: www.adveniat.de

    Adveniat Gast 2014 - Sr. Hortencia Carmen del Villar, El Salvador

    Schwester Hortencia Del Villar arbeitet  inmitten der von gewalttätigen Jugendbanden geprägten Vororte San Salvadors im„Haus der Jugend“. Hier wird ein Schutzraum geschaffen, in dem die friedfertigenJugendlichen Vertrauen, Zuneigung und ein Zuhause finden. Die44-jährige Mexikanerin weiß, was es bedeutet, Angst zu habenund perspektivlos zu sein. Im Alter von neun Jahren floh sie selbst mitihrer Familie in die USA. Mit Temperament, Humor und mütterlicherFürsorge ist sie für die Jugend Respektsperson und vertrauensvoller Freundin. Jugendliche sollen zu Friedensstiftern heranwachsen.

    Schwester Hortencia war vom 15. bis 18. Dezember im Bistum zu Gast und hat in Saarburg, Konz und Trier in verschiedenen Schulen ihre Arbeit vorgestellt.Nähere Informationen bei der Diözesanstelle Weltkirche, Ludwig Kuhn, Tel: 0651-7105-398, E-Mail: weltkirche@bgv-trier.de